Eine gute Auto-Route durch die Fränkische Schweiz führt von Forchheim über Hallerndorf und Kreuzberg nach Ebermannstadt, weiter Richtung Pottenstein und Gößweinstein und zurück über das Wiesenttal. Je nach Abstechern sind es ungefähr 70 bis 100 km. Für einen Tag ist das machbar, besser sind zwei Tage mit Übernachtung. Wichtig: Der Fahrer trinkt keinen Alkohol. Wer Bier wirklich probieren will, plant Übernachtungen, ÖPNV, Taxi oder Wanderetappen.

Wichtig vor dem Start
- Wer fährt, bleibt alkoholfrei. Das ist die sauberste und sicherste Regel.
- Auto ist praktisch für abgelegene Orte, aber nicht zum Bier-Durchprobieren am Steuer.
- Wenn ihr Bier trinken wollt: übernachten, wandern, ÖPNV nutzen oder Taxi planen.
- Viele Keller öffnen saisonal, wetterabhängig oder nur an bestimmten Tagen. Vorher prüfen.
- Adressen und Öffnungszeiten direkt bei Brauerei, Keller oder Google-Eintrag prüfen.
Die Route: Forchheim, Hallerndorf, Ebermannstadt, Pottenstein, Gößweinstein
Forchheim ist ein guter Ausgangspunkt: Bahnanschluss, eigene Brauereien, Kellerwald und direkte Lage am Rand der Fränkischen Schweiz. Von dort lohnt ein Abstecher nach Hallerndorf und Kreuzberg, danach geht es weiter nach Ebermannstadt und über die B470 Richtung Pottenstein und Gößweinstein.
Gesamtstrecke: grob 70 bis 100 km, je nach Abstechern
Zeitbedarf: 1 voller Tag für eine Übersicht, besser 2 Tage mit Übernachtung
Stop 1: Forchheim
Forchheim ist der beste Startpunkt für diesen Roadtrip. Die Stadt hat aktive Brauereien wie Neder, Hebendanz und Greif, dazu den Kellerwald mit 23 bewirtschafteten Kellern. Gerade im Sommer und rund ums Annafest ist der Kellerwald einer der wichtigsten Bierorte Frankens.
Als Roadtrip-Start funktioniert Forchheim auch dann gut, wenn niemand Bier trinkt: Altstadt, Kellerwald-Spaziergang, Essen, Flaschen kaufen, dann weiterfahren. Wer trinken will, bleibt hier besser über Nacht oder fährt mit der Bahn zurück.
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Stop 2: Hallerndorf und Kreuzberg
Hallerndorf liegt nordwestlich von Forchheim und ist eine der wichtigsten Biergemeinden in der Region. Besonders interessant ist der Kreuzberg mit mehreren Bierkellern. Der Rittmayer Keller am Kreuzberg liegt direkt unterhalb der Wallfahrtskirche und wird von der Brauerei Rittmayer als einer der bekanntesten Keller der Region beschrieben. Rittmayer nennt Brautradition seit 1422 und weist ausdrücklich darauf hin, dass der Keller an Regentagen ruht.
Auch hier gilt: Als Fahrer nicht probieren. Sinnvoll ist der Stopp für Essen, Kelleratmosphäre, alkoholfreies Getränk, Flaschenkauf oder für Mitreisende, die nicht fahren. Wer den Kreuzberg richtig genießen will, plant Bus, Taxi, Fahrrad oder Übernachtung.
Stop 3: Ebermannstadt
Ebermannstadt ist ein guter Orientierungspunkt in der Fränkischen Schweiz. Hier sitzt die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, und die Stadt liegt praktisch zwischen Forchheim, Wiesenttal, Pottenstein und Gößweinstein. In Ebermannstadt selbst findest du mit Schwanen Bräu eine lokale Bieradresse.
Als Basis für zwei Tage ist Ebermannstadt sinnvoll: kleiner als Forchheim, näher am Kern der Fränkischen Schweiz und gut geeignet, wenn du Natur, Wandern und Bierorte kombinieren willst.
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Stop 4: Pottenstein und Umgebung
Pottenstein ist landschaftlich einer der stärksten Stopps der Route: Felsen, Täler, Höhlen, Burg und klassische Fränkische-Schweiz-Atmosphäre. Für Bierfans gibt es im Ort und in der Umgebung regionale Brauerei-Adressen, unter anderem Brauerei Mager und die Gasthausbrauerei Hufeisen. Öffnungszeiten und Ausschank bitte direkt prüfen, weil kleine Brauereien und Gasthöfe nicht immer täglich oder ganztägig offen haben.
Pottenstein ist ein guter Punkt für eine Pause, aber nicht als schneller „noch drei Biere und weiter“-Stopp. Besser: essen, Ort anschauen, vielleicht Bier für später kaufen, dann weiter.
Stop 5: Gößweinstein
Gößweinstein ist vor allem ein Landschafts- und Kulturstopp: Basilika, Burg, Felsen, Wanderwege und Aussicht. Die Tourist-Info beschreibt Gößweinstein als Ferienzentrum der Fränkischen Schweiz. Für diesen Roadtrip ist Gößweinstein deshalb eher der schöne Abschluss als der wichtigste Brauereistopp.
Die alte Formulierung „darunter mehrere Gasthöfe und Brauereien“ ist zu stark und sollte so nicht stehen bleiben. Sauberer ist: In Gößweinstein findest du Gastronomie und fränkische Küche, aber konkrete Brauerei-Stopps musst du vor der Reise einzeln prüfen.
Alternative: weniger fahren, mehr Bier erleben
Wenn Bier das Hauptziel ist, ist eine reine Auto-Tour nicht ideal. Dann sind diese Varianten besser:
Bessere Varianten für Biertrinker
- Forchheim übernachten: Kellerwald und Altstadt zu Fuß erleben.
- Fünf-Seidla-Steig: mit Bahn und Wanderung statt Auto.
- Aufseßer Brauereienweg: Bierwanderweg mit Übernachtung oder organisierter Rückfahrt.
- Hallerndorf/Kreuzberg: mit VGN-Freizeitbus, Taxi oder Übernachtung planen.
- Brauereidorf wählen: Ankommen, Auto stehen lassen, zu Fuß einkehren.
Mietwagen für die Tour
Wer ohne eigenes Auto kommt, kann ab Nürnberg, Bamberg oder Forchheim einen Mietwagen nutzen. Nürnberg hat meist die größere Auswahl, Bamberg und Forchheim liegen näher an der Route. Aber noch einmal: Mietwagen ist für Landschaft, Dörfer und Logistik sinnvoll, nicht als Freifahrtschein zum Biertrinken.
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Übernachten in der Fränkischen Schweiz
Wenn du zwei Tage Zeit hast, wird die Route deutlich entspannter. Viele kleine Orte haben Gasthöfe, Pensionen oder Ferienwohnungen. Manche Brauereigasthöfe bieten Zimmer, oft direkt über die eigene Website oder telefonisch. Für planbare Buchung sind Forchheim und Ebermannstadt die einfacheren Basen.
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