Schnell-Überblick
- Fläche: ca. 2.400 km² zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg
- 70+ aktive Brauereien — die meisten in Familienbetrieb seit Generationen
- Hauptorte: Forchheim, Ebermannstadt, Pottenstein, Gößweinstein
- Bestes Bier: meistens Kellerbier / Ungespundetes direkt vom Holzfass
- Beste Anreise: Auto (viele Brauereien sind nur per PKW erreichbar)
- Beste Zeit: Mai–September (Keller-Saison)
Was ist die Fränkische Schweiz?
Die Fränkische Schweiz ist keine politische Region, sondern eine Landschaftsbezeichnung für das Mittelgebirge im Dreieck zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg. Kalkfelsen, tiefe Täler, dichte Wälder, kleine Dörfer — und in jedem zweiten Dorf eine Brauerei.
Den Namen verdankt sie Romantikern des frühen 19. Jahrhunderts, die in der Landschaft Ähnlichkeiten mit der Schweiz sahen. Die Einheimischen sagen: hier ist es schöner als in der Schweiz, und das Bier ist besser. Das ist kein besonders objektiver Vergleich, aber er gibt die Haltung wieder.
Die besten Brauereien — unsere Empfehlungen
Brauerei Rittmayer — Hallerndorf
Rittmayer in Hallerndorf ist einer der großen Geheimtipps der Fränkischen Schweiz. Das Kellerbier ist außergewöhnlich: naturtrüb, vollmundig, mit einer Frische, die man im Sommer unter freiem Himmel braucht. Der Bierkeller liegt auf einem Hügel, der Blick über die Landschaft ist spektakulär. Wer für einen Tag in die Fränkische Schweiz fährt: dieser Keller ist ein Pflichtprogramm.
Adresse: Hauptstraße 2, 91352 Hallerndorf · Saison: Mai–Oktober
Brauerei Hölzlein — Lohndorf
In Lohndorf, einem Weiler mit vielleicht 80 Einwohnern, steht eine der kuriosesten Brauereien Frankens. Die Brauerei Hölzlein braut in kleinen Mengen, der Keller ist in den Hang gehauen, und das Bier schmeckt so, wie man es sich vorstellt wenn man "kleines Dorf in der Fränkischen Schweiz" denkt.
Adresse: Lohndorf 25 · Hinweis: Öffnungszeiten unregelmäßig, vorab prüfen
Brauerei Friedel — Schnaid
Schnaid ist kaum auf der Landkarte — Friedel schon. Das Märzen ist das Standardbier hier, und es ist das, was ein gutes fränkisches Märzen sein soll: klar, malzbetont, nicht zu süß, nicht zu bitter. Der Bierkeller öffnet im Sommer. Mitgebrachtes Brot ist erlaubt.
Gasthausbrauerei Kundmüller — Weiher
Kundmüller ist etwas größer als die typische Dorfbrauerei — und entsprechend zuverlässiger in Öffnungszeiten und Verfügbarkeit. Das Weizen ist hier gut, das Kellerbier besser. Liegt direkt an der B470, leicht zu finden.
Brauerei Drei Kronen — Memmelsdorf
Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Betrieb in Strassgiech. Memmelsdorf liegt nördlich von Bamberg, am Rand der Fränkischen Schweiz. Die Drei Kronen hat einen großen Biergarten und ist leichter erreichbar als die Brauereien tief im Tal — guter Einstieg für einen ersten Tag.
Wie kommt man in die Fränkische Schweiz?
Die ehrliche Antwort: mit dem Auto. Die meisten der schönen Brauereien liegen in Dörfern, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen sind. Die Regionalbahn fährt nach Forchheim und Ebermannstadt — von dort sind viele Orte per Fahrrad erreichbar, aber viele weitere nicht.
| Startpunkt | Anreise | Unterkunft |
|---|---|---|
| Forchheim | Bahn von Bamberg (10 Min.) oder Nürnberg (25 Min.) | Hotels Forchheim* → |
| Ebermannstadt | Bahn von Forchheim (Lillach-Bahn), Auto empfohlen | Hotels Ebermannstadt* → |
| Mietwagen | Flexibelste Option für Brauerei-Touren | Mietwagen Check24* → |
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Die goldene Regel der Fränkischen Schweiz
Wer trinkt, fährt nicht. Das klingt selbstverständlich, wird aber manchmal vergessen wenn man in einem Dorf mit einer Brauerei sitzt und denkt, die nächste ist ja nur fünf Kilometer weiter.
Fahrt zu zweit oder in der Gruppe. Wechselt den Fahrer. Oder bucht eine Unterkunft direkt in einem Brauereidorf und erkundet einen Tag zu Fuß oder per Fahrrad. Viele der schönsten Brauereien liegen auf ausgeschilderten Wanderwegen — das ist kein Zufall.