Zu Fürths historischen Brauereinamen gehören Humbser, Geismann und Grüner, doch Gebäude, Marken, Gastronomie und aktive Produktion sind nicht dasselbe. Grüner Brauhaus und das ehemalige Humbser-Areal bewahren Teile dieser Geschichte; Tuchers Zwei-Städte-Sudhaus produziert an der Nürnberger–Fürther Stadtgrenze. Die Stadt stellt die Michaelis-Kirchweih als großes Straßenkirchweihfest vor; Termin und Programm sind für das Reisejahr zu prüfen.

Platz in der Fürther Altstadt mit Fachwerkhaus und einem Sonnenschirm von Grüner
Fürth hat seine eigene Biergeschichte und sollte nicht nur als Nachbar von Nürnberg gelesen werden.

Brauereigeschichte und heutiger Betrieb trennen

Fürth war im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine bedeutende Brauereistadt. Namen wie Grüner, Humbser und Geismann prägen Gebäude und Erinnerung bis heute. Ein historischer Markenname an einer Fassade belegt jedoch keine aktive Brauerei an diesem Ort.

Für einen heutigen Besuch muss zwischen erhaltenem Brauereigebäude, Gastronomie, weitergeführter Marke und laufender Produktion unterschieden werden. Diese Trennung verhindert, dass eine Stadtgeschichte wie eine aktuelle Brauereiliste gelesen wird.

Grüner und Humbser

Grüner Brauhaus und das Humbser-Areal stehen für zwei Formen des Weiterlebens früherer Brauereinamen: Gastronomie und umgenutzte Industriearchitektur. Grüner und Humbser sind heute Marken der Tucher Brauerei.

Beide Orte können Teil eines Stadtrundgangs sein. Wer eine Produktionsbesichtigung erwartet, braucht dafür eine ausdrückliche Betreiberankündigung.

Tucher Zwei-Städte-Sudhaus

Tucher betreibt das Zwei-Städte-Sudhaus an der Grenze von Nürnberg und Fürth. Der Betreiber veröffentlicht eigene Informationen zu Brauereiführungen. Diese Produktionsanlage liegt nicht wie ein kleines Wirtshaus am Fürther Marktplatz und wird als gesonderter Termin besucht.

Tucher steht in beiden Biergeschichten: Das Sudhaus liegt auf der Stadtgrenze, und mit Grüner und Humbser gehören auch frühere Fürther Marken zu Tucher.

Michaelis-Kirchweih

Die Fürther Michaelis-Kirchweih beginnt Ende September oder Anfang Oktober und dauert zwölf Tage; die Termine des Reisejahrs veröffentlicht die Stadt. Zum Fest gehört laut Kulturerbe-Register auch ein Erntedankumzug. Die Veranstaltung nutzt Straßen und Plätze der Innenstadt. Sie ist eine Kirchweih und kein bloßes „Herbstvolksfest“.

Pferdegespann mit einem Flaschenbierwagen von Mahrs Bräu Bamberg beim Erntedankfestzug in Fürth
Ein Bierwagen von Mahrs Bräu aus Bamberg beim Erntedankfestzug der Fürther Michaelis-Kirchweih.
Pferdegespann mit einer Erntekrone aus Getreide beim Erntedankfestzug in Fürth
Eine Erntekrone beim Erntedankfestzug der Fürther Michaelis-Kirchweih.
Alter Schlüter-Traktor einer Landjugendgruppe mit Erntekrone beim Erntedankfestzug in Fürth
Eine Landjugendgruppe mit Erntekrone beim Erntedankfestzug der Fürther Michaelis-Kirchweih.
Jagdhornbläser auf einem geschmückten Wagen beim Erntedankfestzug vor der Stadthalle Fürth
Jagdhornbläser beim Erntedankfestzug, hier vor der Stadthalle Fürth.

Die Festtradition ist als immaterielles Kulturerbe dokumentiert. Das betrifft Bräuche und gemeinschaftliche Weitergabe, nicht eine Garantie für jedes Detail des Jahresprogramms. Verkehr, Sperrungen und konkrete Ausschänke werden auf der städtischen Festseite veröffentlicht.

Zirndorf und die Marke Zirndorfer

Zirndorf liegt westlich von Fürth und gehört nicht zur Fürther Innenstadt. Die Marke Zirndorfer gehört heute zu Tucher und wird in Nürnberg/Fürth gebraut, nicht in Zirndorf.

Ein Tag in Fürth

TeilInhalt
VormittagAltstadt, Gustavstraße und erhaltene Brauereispuren
Mittageine aktuelle Fürther Gastronomie mit regionalem Bier
NachmittagIndustriearchitektur oder Stadtmuseum
separater TerminTucher-Führung oder Michaelis-Kirchweih

Nürnberg und Fürth sind durch U-Bahn und Regionalverkehr eng verbunden, bleiben aber verschiedene Städte. Fürth lässt sich als Geschichtstag mit einer gegenwärtigen Einkehr besuchen; eine laufende Produktionsführung muss ausdrücklich gebucht sein.

Fachwerkhäuser in der Fürther Altstadt mit Sonnenschirmen vor den Lokalen
Fürths Bierseite liegt oft in der Mischung aus Stadtgeschichte, Wirtshaus und Kirchweihkultur.
Glas Grüner Bier mit der Aufschrift „1709 Grüner Fürth/Bay.“
Fürth ist klein genug für kurze Wege, aber groß genug für eine eigene Bieridentität.
Krug mit dunklem Zirndorfer Bier auf einem Gartentisch
Zirndorfer ist heute eine Marke von Tucher und wird in Nürnberg/Fürth gebraut, nicht in Zirndorf.

Quellen

Verwendete offizielle Quellen: