Die Erlanger Bergkirchweih lief 2026 vom 21. Mai bis 1. Juni; der nächste offizielle Termin ist 13. bis 24. Mai 2027. Sie entstand 1755 und ist ein zwölftägiges Volksfest auf dem Gelände der 16 historischen Felsenkeller am Erlanger Burgberg. Seit 2026 ist die Bergkirchweih im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eingetragen. Der oft gehörte Satz „ältestes Bierfest der Welt“ ist verbreitet, sollte aber besser als Selbstbeschreibung beziehungsweise touristischer Claim formuliert werden, nicht als allein stehende harte Tatsache.

Erlanger Bergkirchweih am Burgberg
Der Berch fühlt sich mehr nach gewachsenem Kellerberg als nach austauschbarem Bierfest an.

Ein Volksfest auf historischen Kellern

Die Erlanger Bergkirchweih findet am Burgberg auf dem Gelände historischer Felsenkeller statt. Im Unterschied zu einem einzelnen Festzelt verteilen sich Kellerbereiche, Sitzplätze, Musik, Marktstände und Fahrgeschäfte am Hang. Erlanger nennen das Fest „der Berch“ und gehen „auf den Berg“.

Die Stadt nennt 16 historische Keller und eine Dauer von zwölf Tagen rund um Pfingsten. Tagsüber ist die Anlage leichter als Landschaft aus Wegen, Bäumen und Kellern zu erkennen; abends und an Wochenenden steht der Großveranstaltungscharakter im Vordergrund.

Die Entstehung 1755

Die Bergkirchweih entstand 1755, als der Erlanger Pfingstmarkt mit dem Vogelschießen verbunden und an den Burgberg verlegt wurde. Die Felsenkeller waren für die Lagerung von Bier bereits wichtig. Daraus entwickelte sich das heutige Volksfest.

„Seit 1755 jährlich“ wäre trotzdem falsch, weil das Fest in seiner Geschichte mehrfach ausfiel. Präzise ist: 1755 entstanden und seither über mehr als 270 Jahre weiterentwickelt. Auch der häufige Werbesatz vom „ältesten Bierfest der Welt“ sollte als Selbstbeschreibung und nicht als unangreifbare Weltrangliste gelesen werden.

Immaterielles Kulturerbe

2026 wurde die Erlanger Bergkirchweih in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Eintragung bezieht sich nicht nur auf Bier, sondern auf die von vielen Beteiligten getragene Festtradition, das Wissen um Organisation und Bräuche sowie den besonderen Ort am Kellerberg.

Für Besucher erklärt das, weshalb der Berch mehr als eine Sammlung von Ausschänken ist. Kellerwirte, Schausteller, Musik, Vereine, Stadt und wiederkehrende Gäste prägen das Fest gemeinsam. Die Auszeichnung ist jedoch keine Garantie für einen bestimmten Programmpunkt an einem einzelnen Tag.

Termin und Tageszeit

Die Ausgabe 2026 fand vom 21. Mai bis 1. Juni statt. Die Stadt Erlangen nennt für die nächste Bergkirchweih den 13. bis 24. Mai 2027. Diese Daten gehören zu einer konkreten Ausgabe und werden für spätere Jahre neu veröffentlicht.

BesuchszeitCharakterGeeignet für
Werktag am Nachmittagruhigerer Blick auf Keller und Geländeerster Besuch, Familien, Fotos
AbendMusik und dichter FestbetriebBesucher mit reserviertem Rückweg
Wochenende oder Feiertaghöchste Auslastung möglichMenschen, die bewusst das Großfest suchen

Anreise und Rückkehr

Der Burgberg liegt nördlich der Erlanger Innenstadt. Während des Festes veröffentlicht die Stadt Hinweise zu Zugang, Sicherheit und Verkehr; Verkehrsunternehmen passen ihre Angebote an. Für die konkrete Ausgabe zählen diese Veranstaltungsinformationen, nicht eine alte Liste von Sonderbussen.

Wer in Nürnberg übernachtet, sucht die tatsächliche Hin- und Rückverbindung für den Besuchstag. Wer in Erlangen bleibt, spart die späte Regionalfahrt. Ein eigener Pkw ist für einen Bierfestabend keine sinnvolle Lösung, sofern nicht eine fest bestimmte Person vollständig alkoholfrei bleibt.

Außerhalb der Bergkirchweih

Der Burgberg und seine Keller existieren auch außerhalb der zwölf Festtage, doch ein Spaziergang dort ist nicht dasselbe Erlebnis und nicht jeder Keller ist regulär gastronomisch geöffnet. Wer Kellerkultur ohne Großveranstaltung sucht, kann Forchheims Kellerwald oder einen einzelnen saisonalen Bierkeller wählen; wer den Berch verstehen will, besucht die offizielle Festzeit.

So planst du den Berch sinnvoll

Die Bergkirchweih ist kein Fest, bei dem du spontan davon ausgehen solltest, überall sofort einen Sitzplatz zu finden. Die Stadt veröffentlicht für jede Ausgabe einen Keller- und Wirteüberblick; Reservierungen laufen direkt über die teilnehmenden Keller und sind nicht überall möglich. Für einen ruhigeren Eindruck kommst du tagsüber. Abends, am Wochenende und an Feiertagen geht es stärker um Volksfest, Musik und volle Wege.

Das Gelände liegt am Hang. Bequeme Schuhe sind sinnvoll, und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollte der aktuelle Gelände- und Verkehrsplan Teil der Vorbereitung sein. Fahre möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Sonderverkehre, Straßensperren und Innenstadt-Shuttles werden für jede Ausgabe neu bekanntgegeben. Prüfe Fahrplan, Shuttle-Hinweise, Straßensperren und Parkregeln deshalb direkt für deinen Besuchstag.

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Quellen

Verwendete offizielle Quellen: