Forchheim auf einen Blick
- Ca. 31.000 Einwohner, 25 km südlich von Bamberg
- Kellerwald: bis zu 23 Keller auf dem Kellerbügel, im Sommer geöffnet
- Annafest: Ende Juli / Anfang August — eines der schönsten Volksfeste Frankens
- Anreise: Bahn von Nürnberg ca. 25 Min., von Bamberg ca. 10 Min.
- Bestes Bier: Kellerbier direkt vom Holzfass, am besten im Kellerwald
Der Kellerwald — das Herzstück
Über der Forchheimer Altstadt erhebt sich der Kellerberg — ein bewaldeter Hügel, in dessen Hänge über Jahrhunderte Bierkeller gebaut wurden. Bis zu 23 dieser Keller öffnen im Sommer ihren Außenbereich als Biergarten. Man läuft den Hügel hinauf, setzt sich an Holzbänke unter alten Kastanienbäumen, und trinkt Bier von der eigenen Brauerei des jeweiligen Kellers.
Was den Forchheimer Kellerwald von anderen unterscheidet: die Konzentration. Auf einem Hügel, zu Fuß erreichbar in 15 Minuten von der Altstadt, befinden sich mehr aktive Bierkeller als in manchen Regionen auf 100 Quadratkilometern. Das ist Frankens Bierkultur in komprimierter Form.
Die Brauereien
Brauerei Neder
Neder ist eine der bekanntesten Brauereien Forchheims, mit einem großen Keller auf dem Kellerbügel und einem Gasthof in der Stadt. Das Lagerbier ist verlässlich gut, das Kellerbier im Sommer besser. Einer der Hauptsponsoren des Annafests.
Brauerei Hebendanz
Weniger bekannt als Neder, von vielen Kennern bevorzugt. Das Märzen ist vollmundig und klar, der Keller auf dem Kellerbügel einer der schöneren der Stadt. Familienunternehmen, seit Generationen.
Brauerei Eichhorn
Kleinere Brauerei am Rande des Kellerwaldes. Das Bier ist ordentlich, die Atmosphäre ruhiger als bei den großen Kellern. Wer dem Trubel des Annafests ausweichen will.
Weitere Brauereien im Kellerwald
Der Kellerwald hat Keller mehrerer Brauereien — einige kommen auch aus der Fränkischen Schweiz und öffnen hier saisonal. Zum Annafest sind es bis zu zehn gleichzeitig. Wer am besten offen hat, hängt von Jahreszeit und Wochentag ab.
Das Annafest
Das Annafest findet seit 1840 jährlich statt — Ende Juli, Anfang August, rund zehn Tage lang. Es gilt als eines der ältesten Volksfeste Bayerns und eines der schönsten Frankens — und ist damit fast unbekannt außerhalb der Region.
Im Gegensatz zum Oktoberfest findet das Annafest im Freien statt — im Kellerwald, unter Bäumen, mit Bier direkt aus den historischen Kellern. Es gibt Fahrgeschäfte, Musik, Essen — aber das Herzstück ist der Keller. Wer das Oktoberfest zu groß und zu touristisch findet: das Annafest ist die fränkische Antwort darauf.
Annafest Praktisch
- Termin: letzter Freitag im Juli bis zweiter Montag im August
- Ort: Kellerwald Forchheim (zu Fuß von der Altstadt)
- Eintritt: frei — Bier kostet Geld, Fahrgeschäfte extra
- Unterkunft: früh buchen — die Stadt ist ausgebucht
- Anreise: Bahn empfohlen, Parkplatzsituation schwierig
Forchheim als Basiscamp
Forchheim ist nicht nur ein Tagesziel — es ist ein sehr gutes Basiscamp für die Erkundung der Fränkischen Schweiz. Die Bahn verbindet mit Bamberg in 10 Minuten und mit Ebermannstadt in 20 Minuten. Von Forchheim aus kann man die meisten Ziele der Fränkischen Schweiz mit Bahn und Fahrrad oder Auto erreichen — und abends sitzt man auf dem Kellerberg.
| Ziel | Von Forchheim | Empfehlung |
|---|---|---|
| Bamberg | 10 Min. Bahn | Tagesausflug |
| Ebermannstadt | 20 Min. Bahn | Basis Fränk. Schweiz |
| Hallerndorf (Rittmayer) | 15 Min. Auto | Bester Keller der Region |
| Gößweinstein | 30 Min. Auto | Spektakuläre Lage |
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