Forchheim hat heute drei klar aktive Stadtbrauereien: Neder, Hebendanz und Greif. Eichhorn gehört historisch zur Forchheimer Biergeschichte, braut aber seit 2022 nicht mehr als eigenständige Brauerei in Forchheim; die Marke und Biere wie Eichhorn Annafestbier werden von der Braumanufaktur Hertl weitergeführt. Noch bekannter als die Brauereien selbst ist der Forchheimer Kellerwald mit 23 bewirtschafteten Kellern, dem Herzstück des Annafests.

Annafest im Forchheimer Kellerwald
Das Annafest macht aus dem Kellerwald einen der stärksten saisonalen Bierorte Frankens.

Drei aktive Stadtbrauereien

Forchheims aktuelle Bierlandschaft lässt sich klarer erklären, wenn Produktionsbrauerei, historische Marke und Keller getrennt werden. Neder, Hebendanz und Greif sind die drei aktiven Stadtbrauereien in den aktuellen Quellen der Stadt. Eichhorn stellte den eigenen Braubetrieb 2022 ein; die Marke wurde von der Braumanufaktur Hertl übernommen und wird weitergeführt. Das macht Eichhorn wichtig für die Stadtgeschichte, aber nicht zu einer vierten laufenden Forchheimer Braustätte.

Neder und Hebendanz in der Sattlertorstraße

Neder und Hebendanz liegen nahe beieinander am Rand der Altstadt. Beide verbinden Forchheimer Braugeschichte mit eigenem Sortiment und Ausschank. Ihre Nähe macht einen Stadtrundgang möglich, sagt aber nichts über gemeinsame Ruhetage oder garantierte Küchenzeiten.

Für einen ersten Besuch reicht eine der beiden Wirtschaften. Wer beide vergleichen möchte, liest vorher die aktuellen Betreiberangaben und lässt Altstadt, Rathaus und Stadtmauer Teil des Tages bleiben.

Greif

Greif produziert in der Serlbacher Straße und ist in Stadt und Kellerwald präsent. Produktionsstandort, Getränkeverkauf und ein Ausschankort im Kellerwald sind verschiedene Besuchssituationen. Die Brauereiseite liefert die aktuelle Information dazu, was am jeweiligen Ort zugänglich ist.

Eichhorn als historische Marke

Die Einstellung der Eichhorn-Brauerei 2022 sollte direkt genannt werden. Die Marke und einzelne Biere können weiter erhältlich sein, weil Hertl sie übernommen hat. Ein Bier mit Eichhorn-Namen belegt deshalb keine aktive Produktionsstätte an der früheren Forchheimer Adresse.

Der Kellerwald

Die Stadt Forchheim beschreibt 23 bewirtschaftete Keller am Kellerberg. „Bewirtschaftet“ ist eine kommunale Gesamtbeschreibung, kein täglicher Live-Status. Jeder Keller wird unabhängig geführt und kann eigene Saison, Ruhetage, Küche und Bierlieferanten besitzen.

Vom Zentrum führt der Weg bergauf in den Kellerwald. Ein normaler Besuch verbindet Altstadt und einen ausgewählten Keller. Ein Besuch in einem oder zwei geöffneten Kellern lässt Zeit für Altstadt und Kellerwald.

Teil des BesuchsWas er zeigtaktuelle Quelle
Stadtbrauereilaufende Produktion und örtliches BierNeder, Hebendanz oder Greif
EichhornMarken- und Brauereigeschichteheutiger Markeninhaber
Kellerwaldsaisonale Ausschankkultureinzelner Keller und Stadtübersicht
AnnafestGroßveranstaltung im Kellerwaldoffizieller Veranstalter

Annafest

Das Annafest findet im Kellerwald statt, verwandelt das Gebiet aber in ein großes Volksfest mit Fahrgeschäften, Musik, Gastronomie und besonderem Verkehr. Die Ausgabe 2026 ist beendet. Als nächster Termin ist der 23. Juli bis 2. August 2027 angekündigt.

Ein Annafest-Besuch unterscheidet sich von einem normalen Kellerwald-Nachmittag. Unterkunft und Bahn können früh gebucht werden; Tagesprogramm, Verkehrsregelungen und konkrete Ausschänke kommen näher an der Ausgabe.

Forchheim als Unterkunftsort

Forchheim liegt an der Bahn zwischen Nürnberg und Bamberg; Ebermannstadt ist per Regionalbahn erreichbar. Hallerndorf und andere Landziele verlangen eine eigene letzte Etappe. Für eine erste Reise eignet sich die Stadt, wenn Kellerwald und ein Tag im Wiesenttal wichtiger sind als ein großes nächtliches Stadtangebot.

Quellen