Die besten Bierkeller in der Nähe von Nürnberg sind im Forchheimer Kellerwald (23 Keller, 18 Min. Zug), in Hallerndorf mit Rittmayer und Lieberth (Bus ab Forchheim) und entlang des Fünf-Seidla-Steigs (Gräfenbergbahn ab Nürnberg, 40 Min.). Alle ohne Auto erreichbar.

Nürnberg als Ausgangspunkt

Nürnberg liegt mitten im Bierkeller-Land Frankens. Das Regionalbahnnetz verzweigt sich in alle Richtungen: nach Norden Richtung Forchheim und Bamberg, nach Nordosten auf die Gräfenbergbahn-Linie, nach Osten in die Fränkische Schweiz. Die meisten guten Bierkeller-Ziele sind unter einer Stunde mit dem Zug erreichbar.

Ein Bierkeller ist kein Biergarten. Er ist ein Biergarten der über einem historischen unterirdischen Sandsteingewölbe betrieben wird, in dem das Bier früher gelagert wurde. Das Essen ist einfacher (Brotzeit, oft darf man die eigene mitbringen), die Atmosphäre weniger poliert, das Bier kommt oft direkt aus dem Keller. Genau das ist es, was man sucht.

Forchheimer Kellerwald — 18 Minuten mit dem Zug

Die nächste große Bierkeller-Konzentration von Nürnberg ist der Forchheimer Kellerwald: 23 Bierkeller auf einem einzigen bewaldeten Hügel, von der Forchheimer Innenstadt in 15 Minuten zu Fuß erreichbar. Direktzüge ab Nürnberg fahren regelmäßig, Fahrzeit 18 Minuten.

Zum Annafest (Ende Juli, seit 1840) öffnen alle Keller gleichzeitig elf Tage lang. Außerhalb der Festzeit öffnen die meisten Keller von Mai bis Oktober nachmittags, wetterabhängig. Die vier Forchheimer Brauereien — Neder, Hebendanz, Greif und Eichhorn — haben jeweils einen eigenen Keller auf dem Berg.

Forchheimer Kellerwald

  • Ab Nürnberg: 18 Min. (RE/RB direkt)
  • Keller: 23 auf einem Hügel
  • Saison: Mai–Oktober, wetterabhängig
  • Fest: Annafest (Ende Juli, 11 Tage)
  • Fußweg ab Bahnhof: 15 Minuten

Hallerndorf — 35 Minuten nach Forchheim, dann Bus

Hallerndorf, 10 km nordwestlich von Forchheim, hat sechs Brauereien in einer Gemeinde — und mehrere Bierkeller auf dem Kreuzberg. Die bekannteste Adresse ist Brauerei Rittmayer (gegründet 1422, An der Mark 1), deren Kellerbiergarten auf dem Kreuzberg zu den schönsten Frankens zählt. Lieberth, direkt daneben, schenkt noch vom Holzfass aus — eine der letzten Adressen dieser Art in der Region.

Ab Nürnberg: Zug nach Forchheim (18 Min.), dann der Hallerndorfer-Keller-Express (fährt Mai bis Oktober an Wochenenden, Fahrplan vorher prüfen). Mit dem Fahrrad ab Forchheim sind es 45 Minuten durch flaches Land.

Gräfenbergbahn — der Fünf-Seidla-Steig

Die Gräfenbergbahn (RB21) fährt direkt ab Nürnberg-Nordost nach Weißenohe in ca. 40 Minuten. Das ist die Zugangsroute zum Fünf-Seidla-Steig — ein markierter 10 km Wanderweg der fünf Brauereien verbindet (Klosterbrauerei Weißenohe, Brauerei Friedmann, Lindenbräu, Brauereigasthaus Hofmann, Elch-Bräu). Jede Brauerei hat einen Biergarten oder Bierkeller. Rückfahrt ab Bahnhof Gräfenberg.

Das ist die beste Kombination aus Wandern und Bierkeller-Besuch die direkt per ÖPNV ab Nürnberg erreichbar ist — kein Auto, kein Umsteigen, kein Taxi am Ende.

Praktische Hinweise

Bierkeller öffnen nur bei trockenem Wetter. Am Vortag prüfen, besonders für kleinere Keller. Die meisten öffnen werktags ab ca. 15:00–16:00, am Wochenende früher. Eigene Brotzeit mitbringen ist erlaubt und üblich — Brot und Aufschnitt vorher beim Bäcker oder Supermarkt kaufen.

Die Bierkeller-Saison läuft von Ende April bis Oktober. Außerhalb haben die meisten Keller zu.

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